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RSL Alte Herren vs. Blau Weiß I  3:2
17.11.2004
It's a long way to the top

Die Senioren scheinen gerade unbezwingbar zu sein, wenn das mal nicht zu überzogenem und vorzeitigem Größenwahn führt...
In der nicht ganz ausverkauften Möncherei gab es heute einen Pokalfight zu bestaunen, der außer einem Elfmeterschießen alles bot, was die Fans an einem verregneten Christenfeiertag erwarten können. Da wären zuerst einmal die Millionäre aus der 1. KK mit eigenem Bus und eigenem Fanblock mit blauweißen Regenschirmen! Natürlich ist es für Blauweiß nur ein lästiges Pflichtspiel, maximal die Höhe des Siegs ist noch unklar.
Da der Pokal seine ganz eigenen Phrasendresch- und Dramatikgesetze hat, muß auf der anderen Seite der ambitionierte, aber doch amateurhafte Außenseiter aus, sagen wir mal South Central Connewitz stehen, der eine winzige Chance sieht, mit 180% Leistungsaufgebot vielleicht doch ein kleines Wunder zu schaffen.
In der ersten Viertelstunde boten beide Teams konzentriertes Spiel, doch schon nach wenigen Angriffen zeigte sich, daß die blauweiße Abwehr bezwingbar ist; besonders Schwanczar hatte zweidrei große Möglichkeiten.
In der 27. Minute geschah dann, was sich einige Zeit schon angedeutet hatte: ein Schuß von Wiedemann fällt, vom Verteidiger abgefälscht, hinterm Hüter ins Tor!
Wir können in der Folgezeit unsere leichte Überlegenheit festigen; in der 36. Minute gelingt Roli von halblinks und ohne Brille der Hammer zum 2:0. Sollten die Giganten so leicht zu stürzen sein (oder was hat uns der Verband denn da wieder für einen Schrott zugelost?)...
Die Pokaldramaturgie will es, daß es so natürlich nicht bleibt: noch vor der Pause läßt Hefe einen Ball im Fünfmeterraum abklatschen, was ein Stürmer zum Anschlußtreffer ausnutzt.

In Hälfte Zawo ändert sich wenig am hohen Niveau; wir haben unsere Chancen, doch laut Pok.-Dram. muß jetzt der Favorit seine Routine ausspielen („jaja, ihr trefft ja auch ab und zu den Ball, aber wir sind nun mal die Kings!“). Etwa zur 70. Minute fällt dann der Ausgleich, weil der Korrespondent in einem weniger lichten Augenblick seinen Mann nicht deckt!

Die 4 vom Catenaccio: Locke (5), Knopf (danke) sowie des Kaisers Doppelaxt Tomate & Carsten (2)

Zur Verlängerung hört der Regen auf; falls es Gott gibt, dann war das ein Zeichen!
Die meisten freuen sich schon aufs Elfmeterschießen, (man muß auch mal an die Zuschauer denken, und schließlich haben wir ja mit „Hefe“ Barthez einen Killer im Kasten!). Doch in der hundertundweißnichten Minute köpft Scheffel zum 3:2, die letzen Sekunden vergehen mit Einwürfen/Abstößen und dann ist es aus aus aaauuusss!

Unschöne Szene nach dem Abpfiff: Gegenspieler 12 rotzt unserem Mike ins Gesicht; das muß nicht sein, junger Freund, auch zum Verlieren braucht man Charakterstärke! Bei der Gelegenheit kann sich Gegenspieler 11 auch mal Gedanken über Homophobie auf dem Fußballplatz machen...

Giacinto Facchetti


PS Danke Frau Ellen, wir sollten vielleicht mal über die Einstellung der Verschlußzeit reden;-)

PS2 Und Danke Hefe für den genialen Ball!