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Pressemitteilung zum Verhalten der Polizei in Brandis (25.10.2009)
Sie war anfänglich schlichtweg nicht präsent und während der Auseinandersetzung völlig überfordert... mangelhafte Berichterstattung

Pressemitteilung vom 25.10.2009

Beim Auswärtsspiel des Roten Stern Leipzig (RSL) am 24.10.2009 beim FSV Brandis wurden Spieler, Verantwortliche und Fans von etwa 50 Neonazis angegriffen. Dabei wurden 3 RSL-Fans schwer verletzt. Zu den Vorfällen und der Arbeit der eingesetzten Polizeibeamten erklärt Claudia Krobitzsch, Presseverantwortliche des Roten Stern Leipzig:

„Es muss an dieser Stelle noch einmal mit allem Nachdruck erklärt werden, dass die Polizei völlig unvorbereitet auf die stattgefundenen Ereignisse reagiert hat. Zum Zeitpunkt des Neonazi-Angriffs waren keine Beamten auf dem Sportgelände. Erst nachdem die Angreifer zusehends in die Defensive geraten waren, sah man ungefähr 8 Beamte auf dem Sportplatz, die gemeinsam mit den Fans des RSL versuchten, die Lage zu deeskalieren. Somit hat die Polizei weder die Neonazis von den Fußballzuschauern getrennt, noch den Angriff verhindert oder das Stadion geräumt. Sie war anfänglich schlichtweg nicht präsent und während der Auseinandersetzung völlig überfordert.

Zudem entspricht die von der Polizei getroffene Aussage, dass der Torhüter des RSL verletzt sei, in keinster Weise den Tatsachen. Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Berichterstattung der Polizei mangelhaft ist.

Erst nach einer halben Stunde trafen weitere Polizeibeamte am Ort des Geschehens ein. Die Neonazis hatten sich zu diesem Zeitpunkt längst vom Sportplatz entfernt.

Wenn es zu Angriffen auf Beamte gekommen sein soll, dann sind diese nicht von RSL-Fans ausgegangen, da diese über die spärlich eingesetzten Polizeikräfte eher froh waren.“

Der Verein Roter Stern Leipzig ´99 e.V. hofft, dass die polizeilichen Ermittlungen zum Ergreifen der betreffenden Neonazis beitragen werden.

Roter Stern Leipzig ´99 e.V.