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Stern Roter Stern
TSV Böhlitz-Ehrenberg vs. RSL Erste Herren  0:2
7.12.2014 Leipziger Str. 124
Schmucklos aber erfolgreich: Roter Stern besiegelt Herbstmeisterschaft und Klassenerhalt

Auch am 15. Spieltag, dem offiziellen Hinrundenabschluss der Fußball-Stadtliga, gab sich die Erste keine Blöße und konnte dank eines schmucklosen 2:0 (1:0)-Auswärtssieges beim TSV Böhlitz-Ehrenberg nicht nur die irgendwie schon unheimliche Serie auf zwölf Punktspielsiege in Folge ausbauen, sondern erreichte schon am zweiten Advent die klassenerhaltssichernde 40-Punkte-Marke. Der gleichbedeutenden Herbstmeisterschaft vor knapp 160 glühweingelaunten Fans (gut die Hälfte davon dem RSL gewogen) bereitete erst Max Gri(n)go den Weg - durch einen Abstauber, den er halb mit der Stirn und halb mit seinem spätadoleszenten Oberlippenbartflaum erzielte (28.). Rudi, der glücklicherweise seine wie immer eher diskrete Vorstellung gegen die ehemaligen Schkeuditzer Weggefährten gut verdaut hatte, setzte knapp zehn Minuten nach Wiederanpfiff noch einen drauf (56.).

Loitzschke feiert den Klassenerhalt

Nicht zuletzt unser knapper Erfolg über Schkeuditz aus der Vorwoche belegte eindringlich, dass sich so langsam aber sicher ein Schleier von aufkeimender Weihnachtsmelancholie über uns hermacht. Nur halb so enthusiastisch wie am Freitag an der Tischtennisplatte hätte uns Trainingsplanschmied Leit gern die Tage davor erlebt. Aber die Schritte im sandigen Geläuf des Goethesteig-Hartplatzes fallen minütlich schwerer, plötzliche Influenza-Diagnosen umso leichter. Zu den Langzeitausfällen gesellten sich am Wochenende noch mehr oder weniger überraschend Pirman, der seinen Fernbus aus Hamburg verträumte. Moses wiederum musste am verkaufsoffenen Sonntag von italienischen Kaffeemaschinen schwärmen, Schlussmann Raik organisierte daheim einen Weihnachtsmarkt und Physiotherapeut Flo unterzog sich wiederholt einer geheimnisvollen, intravenösen Quark-Kur, um zukünftige Blamagen beim Armdrücken zu vermeiden.


Adler gelandet
Dementsprechend vehement appellierte das Trainerduo Knopf/Bieleit, die sich noch am Vorabend stundenlang über vermeintliche Husarenritte in der eigenen Vergangenheit die Taschen vollgehauen hatten, an unsere Vernunft und Willensreserven. Und die sollten vonnöten werden im Verlauf dieses 90-minütigen Kraftaktes. Schon nach wenigen Augenblicken musste Robert in der Gefahrenzone das erste Mal wagemutig klären. Überhaupt gestatteten wir den Gastgebern vor allem viel zu viele Standards, die jedoch und das ist wirklich zu loben am größtenteils gut organisierten Defensivverbund um Heyno, Winkel, Robert und Tille abprallten oder in den Armen des bestens aufgelegten Stand-by-Hüters Chris landeten. Davor schrubbten Kosta und Tim, dem sein verlustreicher Freitag seelisch nur leicht anzumerken war, Kilometer um Kilometer und gewannen zuhauf wichtige Bälle. Offensiv wiederum fehlte, trotz zwei-drei ganz guter Aktionen, entweder die entscheidende genaue Eingabe, die letzte Spritzigkeit im Strafraum oder beides zusammen. Bis auf eine Szene: den schnörkellosesten Spielzug der ersten Hälfte über Max H., Rudi und Paul drückte Gringo aus handgemessenen 17 Zentimetern ins Netz (28.).


Der RSL derzeit - schmucklos, doch erfolgreich
Durchaus hätten wir es uns im zweiten Durchgang gut und gern auch noch höchst selbstverschuldet versauen können. Trotz des eigentlich befreienden zweiten Tores, das Rudi nach Pauls gewonnenem Zweikampf im Strafraum staubtrocken ins rechte untere Eck gelang, sündigten wir danach auf nahezu grob fahrlässigste Weise bei drei, vier 120prozentigen Torchancen. Die Konsequenz: Der TSV kam gefühlt insbesondere zwischen der 65. und 85. Minute erheblich auf; einmal rettete uns dabei die Latte, zwei-drei weitere Male Chris mit zwei super Paraden insbesondere bei einem Böhlitzer Kopfball, den er mit den Handschuhspitzen über die Querstange fingerte. Erst im endgültigen Schlussakkord verschafften wir uns wieder Luft. Schade, dass Matze Lauer dem Schrecken jedes 1. Kreisklasse-Strafraums - bei seinem Stadtligadebüt ein Treffer bei zwei Klasseaktionen in der Nachspielzeit nicht vergönnt war.

Die Bilanz der Reise nach Böhlitz

Sollte das Wetter mitspielen, folgt noch ein Kracher vor der Winterpause. Kommende Woche Samstag tritt die Erste auswärts bei Blau-Weiß Leipzig an. Das Spitzenspiel der Spitzenspiele, 13 Siege gegen 12, 40 Punkte gegen 38... Yeah...


Leidiger Alltag eines Herbstmeisters: Autogramm- und Selfiewünsche von RB-Loiten erfüllen
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